Die Suche nach dem OS
So, es war ja eine kleine Odysee.
Ich habe mir eine schöne neue Maschine gebaut. Bzw ein paar teile fehlen halt noch aber ich bin schon recht zufrieden.
- AMD Athlon64 X2 5200+
- zurZeit 1GB DDR2-800 Ram (8GB im Januar
- 40 GB Systemplatte, 400GB IDE Storage (+320GB SATA im Januar)
Der Hauptgrund war, ich wollte Virtualisierung betreiben. Ist ja in aller Munde und scheint ja auch was nettes zu sein.
Also habe ich über das Wochenende ein paar Systeme ausprobiert, und hier ist das Ergebnis.
- Centos 5.4 der klare Sieger. Zwar kommt er nicht mit dem neusten virt-manager um die ecke, aber er ist stabil. Nach dem Boot hat mein kvm system gerade mal 350 MB Speicher für sich in anspruch genommen. Zwar muss man die Netzwerkkarte von Hand patchen aber das soll ja keiner Herausforderung sein. Alles in allem gut schnell und stabil.
- Fedora 12, Hm…? Die Packete sind angeblich da, aber ich weiss nicht wo. Der neuste virt-manager sieht klasse aus. Aber was soll ich damit wenn ich den libvirtd nicht installiert bekomme? Naja, alsoda es boot und ram tchnisch sich mit Centos fast gleich hält leider nur Platz2
- OpenSolaris 2009.06 Um ehrlich zu sein ich mag ja SUN. Aber hey, warum bootest du in 5 minuten? Was tust du so lange? Und warum brauchst du direkt meinen ganzen RAM? Also nach der installation die lange gedauert hat, und nach dem booten das auch eine gefühlte ewigkeit lang war sehe ich das 95% meines Ram voll sind. Da lohnt es sich noch nichteinmal VirtualBOX zu installieren. Ausserdem liegt auf meiner Storageplatte ein wunderschönes LVM mit meinen Daten. Solaris kann damit leider nichts anfangen. Auch kann es kein ext4 mounten (ext2,ext3 soll mittlerweile gehen). Also alle features taugen nichts. Somit der klare Verlierer.
September 2nd, 2010 at 10:03
Beim ersten Booten von OpenSolaris 2009.06 nach Installation werden die SMF-Services in der Datenbank angelegt (man sieht das in der Konsole am Heraufzählen der SMF-Numerierungen, wenn man den bunten Bildschirm durch Tastendruck wegmacht). Sind die SMF-Services danach angelegt, dauert das Booten gewohnt schnell.
ZFS verwendet den ganzen RAM als Cache für das Filesystem. Wenn eine Applikation RAM will, gibt ZFS den RAM aber wieder her. Und ja, 1 GB ist etwas knapp. Also: Maximierung des RAM-Nutzens, war ja schliesslich bezahlt :).
Das LVM ist vielleicht wunderschön aber veraltet, ebenso die ext-Filesysteme. Über die Zeit gehen darin Daten kaputt, weil das Filesystem keine Möglichkeit hat, HW-Fehler zu erkennen. Ja, es hat sich noch keiner die Mühe gemacht, LVM und ext* auf Solaris zu portieren, aber wer will das auch, wenn es ZFS gibt?
Vorschlag: Kleines Linux in VirtualBox anbooten, dann die Daten per NFS in ein ZFS migrieren. Am besten wenn die 8GB da sind.
Ciao,
Constantin